Taschengeld für Kinder

soll dazu dienen, Kindern den Umgang mit Geld beizubringen und versetzt diese in die Lage, kleine alltägliche Ausgaben selbst und eigenverantwortlich abzudecken. Bei der Zahlung ist zu beachten, dass diese regelmäßig vorgenommen wird und die Höhe in Euro für einen längeren Zeitraum konstant bleibt. So wird erreicht, daß ein Kind bzw. ein Jugendlicher lernt, sich das erhaltene Geld einzuteilen.

Gesetzlich gesehen sind Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren in Deutschland in Bezug auf die Verwendung von Taschengeld eingeschränkt geschäftsfähig. D.h. es können Verträge abgeschlossen werden, die mit eigenen Geldmitteln bezahlt werden. Die genauen Regelungen finden Sie hier.

Wie viel Taschengeld?

wie viel zahlen?
Die Höhe ist aufgrund der unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten innerhalb der Familien stark schwankend. Es kann auch sein, dass gar kein Taschengeld gezahlt wird, wenn es das Budget der Familie nicht zuläßt. Ein gesetzlicher Anspruch auf Zahlung besteht nicht. Als Hilfe bieten die meisten Jugendämter in Deutschland Tabellen und eine Taschengeldliste an, die je nach Altersgruppe eine Empfehlung über die jeweilige Höhe des Taschengeldes geben.

Ab einem gewissen Alter sollte es vertretbar sein, wenn Jugendliche ihr Taschengeld durch kleinere Tätigkeiten je nach Fähigkeit und Zeit aufbessern. Wir geben auf dieser Seite einige Anregungen zu Nebenjobs.

Hier finden Sie unsere Taschengeldtabelle

Taschengeldkonto für Schüler

Kinderkonto als Start für Schüler
Zur Verwaltung des Taschengeldes kann ein kostenloses Taschengeldkonto als erstes Girokonto für das Kind eröffnet werden. Das ist bereits ab einem Alter von 7 Jahren, z.B. bei der Wüstenrot Direct möglich.

Info’s zum Taschengeldkonto

In Kombination mit einem Tagesgeldkonto winken oft solide Zinsen. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Ebenfalls häufiges Thema bei Eltern und Kindern, ist ein erstes Sparkonto. Speziell mit Inhaberschaft auf den Namen der Kinder ausgestellt hilft es, spätere finanzielle Herausforderungen zu meistern. Sollte Sie das Thema interessieren, empfehlen wir das Finanzportal sparkonto.org. Dort können Sie sich umfassend zum Thema Finanzen und Kinder informieren.

Ist eine Taschengeldliste sinnvoll?

Taschengeldlisten im gesetzlichen Sinne gibt es nicht, jedoch veröffentlichten einige Städte und Verbände Vorgaben, um den Eltern eine Anregung zu geben, wie viel Taschengeld angemessen ist.

Nach der Ebersberger Taschengeldliste beispielsweise sollten einem 13-jährigen Kind 20 € im Monat gegeben werden. Ein 16-jähriger sollte 38 € im Monat bekommen und einem 20-jährigem stehen laut sogar 72 € im Monat zu. Man muss allerdings dabei erwähnen, dass diese Angaben 2003 veröffentlicht wurden und somit veraltet sind.

Eine feste Vorgabe fürs Taschengeld ist grundsätzlich nicht empfehlenswert, da sich die Beträge nicht auf die Gesamtheit der deutschen Bevölkerung übertragen lässt. Wir geben mit unserer Taschengeldtabelle für 2015 / 2016 eine grobe Orientierung.

Um es schon vorweg zu nehmen. Es gibt keinen Taschengeldparagraph, welcher die Höhe und Zahlung von Taschengeld regelt. Vor allem viele Jugendliche glauben, dass Eltern per Gesetz und BGB Paragraph verpflichtet wären, Taschengeld zu zahlen. Allerdings besteht tatsächlich keine gesetzliche Grundlage.

Natürlich sind Eltern immer in der moralischen Pflicht, die Kinder nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen und zu Erziehung gehört natürlich auch der Umgang mit Geld. Ein kindgerechtes Taschengeld zur freien Verfügung sollte Bestandteil der Erziehung sein.

Taschengeldparagraf und Geschäftsfähigkeit

In Verbindung mit der eigeschränkten Geschäftsfähigkeit gibt es jedoch einen BGB Paragraph 110, welcher umgangssprachlich als Taschengeldparagraf bezeichnet wird.

Generell sind Kinder zwischen 7 und 18 Jahren nicht voll geschäftsfähig. Sie dürfen keine Verträge, z.B. einen Kontovertrag, eigenständig abschließen. Es ist dazu immer die Zustimmung der Ehrziehungsberechtigten, meist sind das die Eltern, erforderlich.
Der „Taschengeldparagraf“ schafft eine Ausnahme. Kaufverträge erlangen Rechtsgültigkeit, sollte das Geld, mit dem die Waren oder Leistungen bezahlt werden, den Kindern zu freien Verfügung stehen. Dazu gehört zweifelsfrei das Taschengeld.

Können Kinder zwischen 7 und 18 also doch mit dem Taschengeld Verträge allein abschliessen?
Der Gesetzgeber hat eine Bedingung in den Taschengeldparagraf BGB Paragraph 110 eingebaut. Die Käufe oder Verträge sollten immer altersangemessen und im vernünftigen Rahmen sein. Ist das nicht der Fall, sind auch diese Geschäfte „schwebend unwirksam“, solange bis die Eltern dem nicht ausdrücklich zustimmen.


Wäre eine gesetzliche Taschengeldstaffel sinnvoll?

Ein Taschengeldparagraph, welcher die Höhe je nach Altersgruppe regelt, wäre keine schlechte Sache. Nur ist so ein Gesetz und eine daraus folgende Taschengeldliste relativ schwer für die Gesamtheit der deutschen Bevölkerung umzusetzen, da eine offizielle Regelung gut ausgearbeitet sein müsste und vor allem so ausführlich gestaltet sein müsste, dass es keine gesellschaftlichen Probleme bei z.B. Randgruppen schafft. Deutsche Politiker vertrauen in Punkto Taschengeld wohl eher der Kompetenz der Eltern.

Verwendung von Kindergeld

Kindergeld ist eine staatliche Leistung und wird den Eltern monatlich zur Verfügung gestellt. Das Kindergeld wird jedoch oft von Jugendlichen im Zusammenhang mit dem vermeintlichen Taschengeldparagraphen missverstanden. Der entscheidende Punkt ist, dass das Geld lediglich dafür verwendet werden darf, das Heranwachsen und die kindgerechte Erziehung finanziell zu unterstützen.

Ein „Durchreichen“, wie es von einigen Teenagern gefordert wird, entspricht nicht den Richtlinien. Es wäre pädagogisch auch unangemessen und für eine durchschnittlich verdienende Familie auch nicht zu leisten.